Die Rechtsberatung der Verbraucherzentrale enttäuscht, denn der beratende Rechtsanwalt scheint sich nicht mit dem Thema aus zu kennen. Vermutungen, Spekulationen aber keine besseren Informationen als ich schon im Internet recherchiert hatte.

In meinem letzten Post Lufthansa Kundenservice enttäuscht nach Ausbruch von Vulkan in Island berichtete ich über die enttäuschende Erfahrung mit dem Lufthansa Kundenservice nach dem Flug-Chaos durch den Vulkanausbruch des Vulkan in Island.

Tja, leider war das nicht die einzige Enttäuschung im Zusammenhang mit dem Vulkanausbruch. In dem besagten Post hatte ich schon die Quellen gepostet, aus welchen ich wusste, dass die Lufthansa für Verpflegung und Übernachtung eigentlich aufkommen müsste. Leider interessierte dies den Kundenservice der Lufthansa überhaupt nicht und ich erhielt die Antwort, dass meine Kosten mir nicht erstattet werden würden.

Als Student wollte ich natürlich nicht gleich das finanzielle Risiko eingehen einen Anwalt zu beauftragen. Was kann man also machen? Ich maschierte zu der Verbraucherzentrale. Eine Auskunft ob man bei dem Thema “Erstattungen von durch Flugausfälle entstandene Verpflegungskosten” wollte oder konnte man mir nicht geben. Ich musste also direkt 15€ für eine Rechtsberatung der Verbraucherzentrale zahlen. Ein überschaubarer Betrag für eine Rechtsberatung dachte ich mir. Leider war der Erfolg auch sehr überschaubar. Um nicht zu sagen, dass das Geld komplett zum Fenster hinausgeschmissen war.

Der Rechtsanwalt mag auf anderen Rechtsgebieten kompetent gewesen sein, das kann ich nicht beurteilen. Im Bereich Fluggastrechte hatte er aber einfach keine Ahnung. Ich schilderte ihm meine Geschichte und konnte mir dann Vermutungen und Spekulationen anhören. “Ich würde das genauso sagen wie die Lufthansa.” – “Arbeiten Sie nicht mit dem Europäischen Verbraucherzentrum zusammen?” – “Doch eigentlich schon…”

Nachdem ich ihm die Internetseite von dem Europäischen Verbraucherzentrum mit dem dort bereitgestellte Musterbrief gezeigt hatte, änderte er plötzlich seine Meinung und riet mir nun den Musterbrief doch auf jeden Fall mal an die Lufthansa zu senden. Aha… danke für den tollen Tipp. Wäre ich nicht selbst drauf gekommen. Hatte ich nur leider schon gemacht bzw. eine ähnliche Version. Dann würde er genau dieses Muster noch einmal zur Lufthansa schicken. Fast den gleichen Brief also ein zweites Mal an die Lufthansa schicken? Vielleicht würden sie mir ja dann meine Verpflegungskosten erstatten und meine Fluggastrechte anerkennen. Wahrscheinlich würden sie ganz plötzlich einlenken und sagen: “Achso, wenn Sie das so formulieren, bekommen Sie die Hotelkosten natürlich sofort erstattet!” Danke für den Tipp Herr Rechtsanwalt!

Wenn sich die Lufthansa weiterhin weigern sollte die Kosten zu übernehmen, dann würde er mir empfehlen einen Anwalt einzuschalten – aber nur, wenn ich eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen habe. Habe ich nicht. Schade. Und dann? “Tja, dann können Sie das natürlich trotzdem tun, aber auf Grund der schwammigen Rechtslage, ist es schwer eine Empfehlung auszusprechen.”

Fazit:

Hätte ich eine Rechtsschutzversicherung, würde ich jetzt einen Anwalt beauftragen sich mit dem Thema zu befassen, damit die Lufthansa mir endlich meine Kosten erstattet. Die habe ich aber leider nicht und somit werde ich als erstes noch versuchen Tipps von der Europäischen Verbraucherzentrale zu bekommen, wie ich weiter vorgehen sollte. Hier warte ich noch auf eine Antwort. Die 15€ für 15 Minuten Rechtsberatung bei der Verbraucherzentrale waren auf jeden Fall Verschwendung und die Rechtsberatung der Verbraucherzentrale war somit einfach eine Enttäuschung. Der Anwalt hat mehr durch mich gelernt, als ich durch ihn. Tja, nur ich war der Dumme, der ihn bezahlt hat und er nicht mich.